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Intervallfasten

Intervallfasten (16:8, 5:2, OMAD) ist eine der wirksamsten und kostenlosesten Longevity-Strategien. Es aktiviert Autophagie, senkt Insulin und fordert die Zellreparatur.

Intervallfasten — auch Intermittent Fasting (IF) genannt — beschreibt ein Essmuster, bei dem sich Phasen der Nahrungsaufnahme mit Phasen des Fastens abwechseln. Es geht nicht darum, was man isst, sondern wann man isst.

Die beliebtesten Protokolle sind 16:8 (16 Stunden Fasten, 8 Stunden Essfenster), 5:2 (5 normale Tage, 2 Tage mit stark reduzierter Kalorienzufuhr) und OMAD (One Meal A Day). Fur Einsteiger ist 16:8 am praktikabelsten — beispielsweise von 12:00 bis 20:00 Uhr essen und den Rest fasten.

Aus Longevity-Perspektive ist Intervallfasten ein Gamechanger. Nach etwa 12-16 Stunden ohne Nahrung sinkt der Insulinspiegel stark ab, und der Korper schaltet auf Autophagie um — den zellularen Selbstreinigungsprozess, der beschadigte Proteine und Organellen recycelt. Gleichzeitig wird AMPK aktiviert, ein Enzym das als “Energiesensor” der Zelle gilt und mTOR hemmt.

Studien zeigen beeindruckende Effekte: Verbesserte Insulinsensitivitat, reduzierte systemische Entzundung (niedrigere hs-CRP-Werte), erhohte Produktion von BDNF (Brain-Derived Neurotrophic Factor) fur die Gehirngesundheit, und eine gesteigerte mitochondriale Effizienz.

Der japanische Zellbiologe Yoshinori Ohsumi erhielt 2016 den Nobelpreis fur seine Forschung zur Autophagie — viele der von ihm entdeckten Mechanismen werden durch Fasten aktiviert. David Sinclair fastet regelmassig und betrachtet es als einen der einfachsten Hebel fur Langlebigkeit.

Wichtig: Intervallfasten ist nicht fur jeden geeignet. Schwangere, Stillende, Personen mit Essstorungen und Menschen mit bestimmten Stoffwechselerkrankungen sollten vorher arztlichen Rat einholen.

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